Häufig wirken Schwarzweißfotos intensiv. Der Verzicht auf Farbe bedeutet eine weitere Abstraktion. Aber auch farbige Ausarbeitungen bringen eine intensive Stimmung.

Studio-Shooting mit minimalem Lichtsetup

Im vorigen Blogbeitrag hatte ich von Aufnahmen mit minimalen Lichtset-up berichtet. Diese Aufnahmen sind während des gleichen Shootings entstanden.

Es handelt sich um eine hochfrontale Ausleuchtung mit nur einem Studioblitz. Bestückt mit einem 40cm Beauty-Dish, wurde dieser in etwa einem Meter Abstand zum Model direkt in Front auf ca. zwei Meter Höhe positioniert.

Plastizität entsteht durch Schatten

Ohne zweite Lichtquelle oder Aufheller zeichnen sich recht deutliche Schatten auf Hals und Schulter des Models ab. Das ist aber kein Nachteil, sondern hebt die ohnehin erzielte Plastizität weiter hervor.

Der Fotograf entscheidet

Der Beauty-Dish gehört zu meinen Lieblingslichtformen. Er erzeugt ein knackiges Licht mit recht harten Schattenverläufen. Das betont die Gesichtskonturen besondern. Im Outdooreinsatz gefällt der Beauty-Dish auch wegen seiner geringen Windanfälligkeit.

Das Make-up muss zur Beleuchtung passen

Fotograf und Model müssen sich über die gewünschte Beleuchtung austauschen. Wünscht der Fotograf ein hartes Licht mit kleiner Lichtquelle, sollte das Model unbedingt ein Make-up haben, das Hautunreinheiten stark abschwächt.

Selbst bei bester Hautbeschaffenheit wird eine intensive Retusche notwendig sein. Hartes Licht kleiner Lichtquellen wirkt schräg einfallend wie ein Mikroskop.


An dieser Stelle nochmals vielen Dank an mein wunderbares Model.