360° Utersum
Street-Photography in einer 400-Seelen-Gemeinde ist etwas anders. Anders als das urbane Flair einer Metropole. Anders und dennoch vertraut.

Street-Photography ist nicht Architekturfotografie. Ein Statement, dass ich häufig in meinen Workshops abgebe. Architekturfotografie beschäftigt sich mit Bauwerken, von Menschenhand erschaffen, mit dem Ziel der Menschheit praktische und ästhetische Räume zu bieten, um bestimmten Zwecken gerecht zu werden. Zweck, Funktion und Gestaltung stehen im Vordergrund.

Neben diesen bewusst konzipierten und gestalteten Bauwerken gibt es weitere Konstrukte menschlichen Schaffens. Kleine Notwendigkeiten, oftmals ohne den Willen zur Gestaltung errichtet. Unüberlegt erbaut, das gesamte Gefüge unbeachtet gelassen, unbeachtet insgesamt. Banale Objekte der Bedeutungslosigkeit, positioniert in einer Zwischenwelt. Und dennoch. Unbemerkt aber prägend schenken solche Objekte dem urbanen Lebensraum einen gewissen Charakter. Sie erzeugen eine Atmosphäre und Stimmung, ohne die unsere Lebensräume nicht den Charme hätten, den sie haben.

Solche Objekte in flüchtiger Wahrnehmung, finden sich nicht nur in den Metropolen dieser Welt, sondern in jeder Stadt, in jedem Ort in jedem Dorf dieser Welt.

Wir sind in Urlaub (Gott sei Dank, alles hat, trotzt Corona geklappt) auf Insel Föhr und stehen mit unserem Wohnmobil in Utersum. Eine 400-Seelen-Gemeinde. Ein ausgedehnter Streifzug durch den Ort, ausgestattet mit 35mm Brennweite (Kleinbildäquivalent) und kleiner Kamera, Dies erlaubt die notwendige Konzentration auf Nichtigkeiten im Ortsbild.

Hier einige Eindrüke aus Utersum. Utersum 360°. Utersum unseen!

viele Grüße

Jürgen

Bildergallerie