Rückblick auf den letzten Fotowalk

Fotowalk am 22.12.2018 in Stuttgart auf dem kleinen Schlossplatz

Nachdem im Winter die Termine für meine Fotowalks knapp wurden, habe ich einen letzten Termin 2018 finden können. Samstag der 22. Dezember sollte ein gutes Datum für eine vorweihnachtliche und hektische Szenerie sein – war es auch.

Wie bei den letzten Fotowalks üblich haben wir uns samstagnachmittags getroffen. Diesmal ging es zum kleinen Schlossplatz – wie immer in Stuttgart. Mit einer sehr netten Gruppe in optimaler Gruppengröße haben sich anderthalb Hand voll motivierter Fotografen getroffen.

Für diesen Fotowalk habe ich ein spannendes Thema mitgebracht.

Eintreten in und verlassen einer Szene.

Szene ist dabei das Zauberwort. Diese muss man zunächst gestalterisch umsetzen, um anschließend Personen in selbige eintreten lassen zu können. Das klingt einfacher, also es ist. Zum Thema „Szene“ weiß Duden folgendes zu sagen: … kleinere Einheit eines Aktes, Hörspiels, Films, die an einem speziellen Ort spielt und durch das Auf- oder Abtreten einer oder mehrerer Personen begrenzt ist … Das heißt also, dass die Szene auch ohne die Personen einen gewissen Sinn machen soll. Mein Plan: Auf dem kleinen Schlossplatz sollte es gute Szenen geben.

Die Wetterbedingungen sind dann auch ideal. Die Straße ist nass vom Regen. Es lockert auf und die grelle Sonne zaubert wundervolle Spitzlichter und Reflexionen in den Asphalt. Später fängt es leider wieder zu regnen an und wie es im Dezember so ist, setzt auch früh die Dämmerung ein. Mein Motto: Regen macht schöne Bilder und ist gut für Fotos, nicht für den Fotografen.

Bereits zu Beginn des Fotowalks kommt wieder das Thema DSVGO auf. Mich stört der Publizismus. Für den Straßenfotografen hat sich so viel nicht geändert, offensichtlich jedoch für viele, die darüber reden. Wie immer gilt, dass der Fotograf verantwortet, was er fotografiert und was nicht. Ich selbst habe seit dem Inkrafttreten der DSVGO mein Verhalten nicht geändert. Ich fotografiere, was ich interessant finde. Werde ich angesprochen, bleibe ich freundlich und suche den Dialog. Im Zweifall lösche ich ein Bild. Aufnahmen, in denen eine Person unvorteilhaft erscheint, veröffentliche ich grundsätzlich nicht. Das hat nichts mit Recht zu tun, sondern mit Ethik. Straßenfotografie war schon immer und bleibt eine Gratwanderung. Was wäre die Fotografie, wenn die vielen fantastischen Aufnahmen niemals veröffentlicht worden wären? Wahrscheinlich juristisch korrekt.

Während des Fotowalks ergeben sich die erwarteten Szenen. Am kleinen Schlossplatz gibt es diverse Bereiche, etwa die Skaterbahn, die Treppen neben dem Museum, der Eingang in den Königsbau, in denen Personen eintreten oder die verlassen. Mich selbst haben die Reflexionen im nassen Beton oder in den großen Scheiben fasziniert.

In diesem Sinne danke ich allen Teilnehmern für die Teilnahme und auch für das Hochladen der Aufnahmen. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Treffen.

 

Viele Grüße

Jürgen Winkels

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