Street Fototalk & Fotowalk

 

Nächtlicher Street-Fotowalk in Stuttgart

Am 01.12.17 starten wir den Monat mit einem Fotowalk in Stuttgart. Bei eisigen 0° ergeben sich spannende Motive.

Ich habe mich vorigen Freitag sehr über die heterogene Gruppe gefreut. Mich haben Fotointeressierte mit unterschiedlich Erfahrungs- und Kenntnisständen begleitet. Das hat sehr viel Spaß gemacht und ich freue sehr, neue Persönlichkeiten kennengelernt zu haben.

Vielleicht finde ich bald das eine oder andere Foto in der Gruppe:

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Noch ein kleiner Hinweis: High-Iso führt nicht immer zu Rauschen. Heute sind die Sensoren sehr gut. 1600 ISO sollten in der Regel kein Problem darstellen. Falls es doch rauscht, hilft Lightroom oder Fotoshop. Eine feinfühlige Kombination von Rauschreduzierung und Schärfung ist meistens von Erfolg gekrönt. Da Rauschen vor allem in dunklen Bildbereichen auftritt, kann man die hellen Bildbereiche in Photoshop mit einer Luminanzmaske abtrennen und die Rauschreduzierung gezielt auf die unteren Tonwerte anwenden. Wenn das auch nicht hilft, kann man analoges Korn vorsichtig aktivieren. Dann wird das störende Rauschen von ästhetischem Korn überdeckt. Insgesamt finde ich Rausche auch nicht per se böse!

Ich wünsche Allen einen schönen ersten Advent!

 

Straßenfotografie Seminar in Stuttgart

the shot

Stuttgart ist eine ideale Location für die Straßenfotografie. Mit gutem Wetter und guter Laune gab es gestern ein weiteres Seminar zum Thema Straßenfotografie.

 

Die Straßenfotografie stellt drei Herausforderungen an den Fotografen:

  • wie findet man Motive?
  • wie überwindet man das Unbehagen fremde Personen zu fotografieren?
  • wie setzt man ein Motiv handwerklich um?

Kernthema der Straßenfotografie ist nicht die Technik. „Sehen lernen“, ist der Schwerpunkt.

Ich starte meine Seminare in einem gemütlichen Café. Nur wer in positiver Stimmung ist, wird die notwendige Aufmerksamkeit für die vielen Motive haben. Nicht nur dabei, sondern mittendrin. Neben einem ausführlichen Theorieteil, führe ich dann durch die Stadt um gemeinsam spannende Motive zu erkunden und die handwerkliche Umsetzung zu üben. Mit viel Spaß und Freude haben wir einen langen Tag von 10:00 bis 17:30 verbracht.

Wie immer hatte auch ich selbst viel Freude am Seminar und freue mich auf die nächsten Termine.

 

Monochrom-Workshop im Haus auf der Alb

Haus auf der Alb | Treppenhaus

Monochrom-Workshop „Haus auf der Alb“

Die Architekturfotografie hat ihren eigenen Reiz. Insbesondere bei minimalistischer Architektur ist eine monochrome Umsetzung ein Stilmittel, das die Bildaussage erheblich verstärken kann. Das Haus auf der Alb in Bad Urach bietet ein ideales Ambiente für einen Fotoworkshop.

Am Samstag hatten wir erneut die Gelegenheit einen Workshop zur Schwarzweiß-Fotografie im Haus auf der Alb durchzuführen. Auch diesmal wieder haben wir uns zunächst mit dem Wesen der Monochromfotografie befasst, um dann in einem intensiven Praxis- und Theorieteil nicht nur zu fotografieren, sondern auch die Umsetzung der Aufnahmen in schwarzweiß zu erörtern.

Monochrom abstrahiert das Foto von der Realität, in dem nicht nur die Dimensionen Bewegung und Dreidimensionalität, sondern auch die Farbe weggenommen wird. Diese Reduktion führt zu einer Verstärkung der Bildaussage, wenn es dem Fotografen gelingt, Strukturen, Texturen und Geometrien ansprechend in Szene zu setzen. Die Umsetzung von Farbe in Schwarzweiß ist dabei nicht einfach. Eine gute monochrome Fotografie ist keineswegs eine entsättigte Farbaufnahme. Vielmehr muss der Fotograf gezielt mit Helligkeits- und Kontrastwerten arbeiten, um eine aussagekräftige Fotografie zu erstellen.

Eine gute Farbaufnahme ist die Basis für ein gutes Schwarz/Weiß-Foto. Ebenso ist eine gezielt vorbereitende digitale Entwicklung entscheidend für die weiterführende digitale Entwicklung des monochromen Bildes. Der wichtigste Schritt zum monochromen Bild ist die Farbfilterung. Hierbei werden den einzelnen Farben im ursprünglichen Foto die erwünschten „grauen“ Tonwerte zugewiesen. Keine andere Bearbeitung hat derart gravierenden Einfluss auf das Ergebnis. Nach der Monochromumsetzung ist typischerweise eine erneute Anpassung der Tiefen und Lichter notwendig. Über die Grundeinstellungen in Adobe Lightroom gehen diese Anpassungen rasch von der Hand. Bei der Anpassung von Schwarzpunkt, Weißpunkt, sowie der Tiefen und der Lichter ist allerdings zu beachten, dass eben auch eine Tonwertspreizung (oder Einengung) erfolgt. Eine differenzierte und rein selektiv wirkende Kontrastanpassung für einzelne Tonwertbereiche ist hingegen mit der Gradationskurve leicht erzielbar. Dazu eignet sich vor allem die Punktkurve.

Ich unterscheide globale, selektive und lokale Anpassungen im Foto. Globale Anpassungen betreffen die gesamte Aufnahme. Selektive Anpassungen wirken auf einen abgrenzbaren Bereich. Das ist zum Beispiel eine Farbe oder ein Tonwertbereich. Lokale Anpassungen wirken auf bestimmte Flächenbereiche des Fotos. Die lokalen Anpassungen können genutzt werden, um einzelne Stellen im Bild aufzuhellen oder abzudunkeln. In der analogen Fotografie sprach man vom Abwedeln und Nachbelichten. Adobe Lightroom bietet dazu die drei Maskierungsfunktion Verlaufsfilter, Radialfilter und Pinsel an. Alle drei können miteinander kombiniert werden, um die Maske präzise so zu gestalten, dass die ausgewählten Bereiche des Fotos genau eingeschlossen werden können.

Als Finish bietet sich dann die Anpassung der Mikrokontraste an, die anders als die Tonwertkontraste nicht den tonalen Unterschied zwischen hellstem und dunkelstem Tonwert betreffen, sondern den Tonwertübergang an Kontrastkanten betreffen.

Das Haus auf der Alb ist der ideale Ort für Workshops und Seminare. Die Räumlichkeiten bieten alles, was man als Moderator braucht. Die Unterkunft und Verpflegung im denkmalgeschützten Gebäude stimmt auf konzentriertes Arbeiten ein. Und für Fotografen ist das Gebäude im Bauhausstil das optimale Ambiente.

Wie immer hat sich eine anregende und interessante Diskussion ergeben. Vor allem bei Erich bedanke ich mich für seine konstruktiv kritischen Beiträge, die die Diskussion insgesamt erheblich aufgewertet haben.

Ebenso gilt mein Dank der Verwaltung des Haus auf der Alb, die in gewohnt freundlich, hilfsbereiter und kompetenter Art mein Fotoworkshop ermöglicht hat.

Schon jetzt überlege ich, ob vielleicht ein weiterer Workshop in diesem spannenden und geschichtsträchtige Ort möglich wäre.